ub:ikul - Umweltbildung: ganz einfach interkulturell

Ub:ikul Projektbeschreibung

Umweltbildung: ganz einfach interkulturell“ ist ein Projekt, das die bisher weitestgehend fehlende Ansprache von Menschen mit Migrationsbezug in der Naturschutz- und Umweltbildungsarbeit aufgreifen will. Mit Hilfe von Casual Learning, einem Ansatz, der Lernen im „Vorbeigehen“ in den Alltag integriert, möchte finep gemeinsam mit Akteur*innen der Umweltbildung neue Formen der Umweltkommunikation erproben, um mehr Menschen mit Migrationsbezug zu regionalen Umweltfragen zu erreichen.
Aufbauend auf Treffen mit Vertreter*innen der Zielgruppe werden insgesamt sechs Casual-Learning-Projekte in drei baden-württembergischen Kommunen/Regionen gemeinsam mit lokalen Akteurs-Netzwerken konzipiert und umgesetzt. Die Erkenntnisse aus der Umsetzung in den Beispiel-Projekten werden in einer bundesweiten Fortbildung, Handreichungen und Vorträgen auf Fachtagungen mit Interessierten geteilt und diskutiert. Dadurch sollen weitere Umweltakteur*innen dazu ermutigt werden, mit einfach umsetzbaren Möglichkeiten ihre Umwelt- und Naturschutzarbeit zielgruppenspezifischer zu gestalten.

Das Projekt ub:ikul wurde mit dem Qualitätssiegel Projekt Nachhaltigkeit 2020 für herausragendes und wirksames Engagement für eine Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

Casual-Learning-Maßnahmen in der Übersicht

Die Wasserkaraffe entstand gemeinsam mit den interkulturellen Umweltmentor*innen der Stadt Heilbronn und erinnert in Haushalten an das Trinken von Leitungswasser.

Die Spiegelaufkleber für den Waschraum einer Moschee entstanden gemeinsam mit der Türkischen Gemeinschaft e.V. in Heilbronn und greifen das Thema Verschwendung und Genügsamkeit am Beispiel Wasser auf.

Die Schreibblöcke entstanden gemeinsam mit der Volkshochschule Bad Urach-Münsingen und stellen Deutschkursteilnehmer*innen auf jeder Seite eine neue Möglichkeit vor, die Natur im Biosphärengebiet zu erkunden.

Die Schaufensteraufkleber entstanden gemeinsam mit dem arabisch-türkischen Lebensmittelhandel Palmyra und informieren über die Bedeutung von Weidetierhaltung für den Landschaftsschutz weltweit.

Die Sitzsäcke entstanden gemeinsam mit der Mädchengruppe des interkulturell geprägten Jugend- und Gemeinschaftszentrums Weiße Rose in Karlsruhe. Sie sollen durch Zitate von Umweltaktivistinnen die Mädchen ermutigen, selbst für ihre Umwelt aktiv zu werden.

Die Märzchen entstanden, angelehnt an eine Tradition zum 1. März in einigen Ländern des Balkans, gemeinsam mit der Rumänisch-Deutschen Vereinigung in Baden-Württemberg e.V. und dem Bürgerverein Neureut-Heide e.V. und informieren zur schützenswerten Natur rund um den Karlsruher Heidesee.

Ansprechpartnerinnen
Anna-Maria Schuttkowski, Petra Schmettow

Material zum Projekt
Projektübersicht
Fernsehinterview

Laufzeit
2018 – 2020

Kooperationspartner*innen
Praxispartner*innen:
Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Stadt Karlsruhe (Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz), Stadt Heilbronn (Stabsstelle für Partizipation und Integration)

Netzwerkpartner*innen Umwelt:
Deutscher Naturschutzring (DNR), Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung e.V. (ANU) Bundesverband, ANU Landesverband Bayern, ANU Landesverband Baden-Württemberg

Netzwerkpartner*innen migrantische Organisationen:
Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen (LAKA) Baden-Württemberg, Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA)

Fördergebende
Dieses Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.
Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autor*innen.