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The DEFY Collective (Zine 1)

Opening and Holding Space as Educators

„The Story so Far: Exploring Our Capacity to Open and Hold Space as Educators“ dokumentiert Reflexionen, Gespräche, Journaling, Kunst und Poetry aus dem DEFY-Kontext. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Educators mit Unbehagen, Krisen, Gewalt, Polarisierung und eigenen Verstrickungen umgehen können – ohne in schnelle Lösungen zu flüchten. Das Zine bietet Impulse, Prinzipien und Erfahrungswissen, um Lernräume mutiger, achtsamer und prozessorientierter zu gestalten.

Bildungsarbeit findet heute oft in einer Welt statt, in der multiple Krisen – gesellschaftlich, politisch und ökologisch – nicht mehr „draußen“ bleiben. DEFY beschreibt genau dieses Spannungsfeld: Als Educators in relativ privilegierten Positionen arbeiten wir innerhalb schädlicher Systeme und fragen uns, was wir (noch) übersehen, wer die Kosten unseres Lernens trägt und wie wir überhaupt in Kontakt bleiben können mit dem, was gerade passiert.

Das Zine setzt deshalb nicht bei Methoden-Hacks oder schnellen Antworten an, sondern bei Kapazität: der Fähigkeit, Gefühle, Dissonanzen und „elephants-in-the-room“ überhaupt wahrzunehmen, sie nicht reflexhaft zu vermeiden und sie in Lernräumen behutsam anzusprechen. Dafür zeigt es, wie „elephants“ sowohl die unausgesprochenen Themen im Raum sein können als auch das, was wir bewusst einladen (Thema, Emotion), das dann disruptiv wirkt und „trampelt“.

Statt die Frage „Was kann ich tun?“ ins Zentrum zu stellen, lädt DEFY zu einer anderen Bewegungsrichtung ein: „Wer bin ich?“ und „Wie bin ich damit verbunden?“ – inklusive Verstrickung, Komplizenschaft und der Zumutung von „difficult knowledge“, das nicht nur inhaltlich schmerzhaft sein kann, sondern auch Anforderungen an unser Selbstbild stellt.

Konkret ist das Zine aus einem kollektiven Prozess mit vielen Educators entstanden (Journaling-Seminar, weitere Journals, Conversation Circles) und versucht, die Essenz dieser Beiträge sichtbar zu machen – als Resonanzraum und als Anregung, die eigene Praxis prozessorientierter, reflexiver und relationaler zu gestalten.

Details

Was? Botschaft
Das Zine lädt dazu ein, Bildungsarbeit als prozessorientierte Praxis zu verstehen: Räume zu öffnen, in denen auch schwierige Themen, Emotionen und „elephants-in-the-room“ sichtbar werden dürfen. Es betont Reflexivität (Wer bin ich? Wie bin ich verstrickt?), Verantwortungsbewusstsein und eine Balance aus Sicherheit, Zumutung und Beziehung im Lernraum.

Wer? Zielgruppe
Educators (z. B. Lehrkräfte, Trainer*innen, Facilitators, Youth Worker, Hochschul- und Erwachsenenbildung), die mit Gruppen zu gesellschaftlichen Krisen, Ungleichheit, Klima, Diskriminierung oder anderen herausfordernden Themen arbeiten und ihre Fähigkeit stärken möchten, Emotionen und Unbehagen in Lernprozessen gut zu begleiten.

Herausgegeben vom DEFY Collective (March 2024)

Kosten:

Kostenfreier Download.

Links/Dokumente zum Download:

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Jens Warwel

Kontaktperson

Für Fragen oder Reservierungen wenden Sie sich gerne an:

Jens Warwel

+49 711 93 27 68-60

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