Millionen für die Tonne

Müll-Berg

Jedes Jahr landen allein in Deutschland rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall. Das ist fast ein Drittel unseres gesamten Lebensmittelverbrauchs - ein riesiger Müllberg aus eigentlich kostbaren Nahrungsmitteln.





Was hat unser Müllberg mit dem weltweiten Hunger zu tun?

Nahrungsmittel, die bei uns übrig bleiben, können wir nicht einfach dorthin schicken, wo Menschen Hunger leiden. Dennoch besteht ein direkter Zusammenhang zwischen unserer Verschwendung und dem Hunger in ärmeren Regionen der Erde.

Je mehr Brot wir beispielsweise wegwerfen, desto weniger Getreide steht am Weltmarkt zur Verfügung. Und steigt die Nachfrage nach Getreide an den weltweiten Börsen, steigt auch dessen Preis. So trägt unsere Verschwendung mit dazu bei, dass lebensnotwendige Nahrungsmittel für viele Menschen in ärmeren Regionen unbezahlbar werden.

Wie kommt dieser gigantische Müllberg zustande?

Ein Teil der Lebensmittel geht bereits während des Anbaus oder bei der Ernte verloren. Auch bei Transport, Lagerung und Weiterverarbeitung von Nahrungsmitteln ist mit Verlusten zu rechnen. Darüber hinaus entstehen im Handel viele Lebensmittelabfälle, die größtenteils vermeidbar sind. Häufig wird bspw. Obst und Gemüse, das nicht mehr ganz frisch aussieht, ausrangiert, obwohl es noch haltbar und schmackhaft wäre.

Wir alle sind jedoch aufgefordert, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, denn den größten Anteil am Müllberg, fast 40 %, verursachen wir selbst als KäuferInnen.

Tipps zum Vermeiden von Lebensmittelverschwendung

Einfaufstasche

Einkaufen mit Verstand!
Vor jedem Einkauf können wir uns bewusst machen, was wir tatsächlich brauchen, um Spontankäufe und Fehlentscheidungen zu vermeiden. Dabei können einfache Tricks wie ein prüfender Blick vorab in den Kühlschrank und ein Einkaufszettel helfen.

Marmelade

Anti-Aging für unser Essen!
Quillt der Kühlschrank doch einmal über, können wir mit NachbarInnen teilen oder kreativ werden, um Lebensmittel haltbar zu machen. Eine Plattform, über die Lebensmittel vor dem Verfall an soziale Einrichtungen oder andere Personen abgegeben werden können, bietet z. B. die Initiative Foodsharing.

Mindesthaltsbarkeitsdatum

Mindestens noch länger haltbar!
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum. Es gibt nur an, bis wann ein Produkt seine Eigenschaften garantiert behält. Daher gilt: Selbst testen! Riecht das Produkt gut und sieht es unauffällig aus, ist es noch genießbar. Aber Vorsicht beim Verbrauchsdatum auf leicht verderblichen Produkten wie rohem Fleisch: Ist es überschritten, muss die Ware entsorgt werden.

Karotten

Die inneren Werte zählen!
Häufig erwarten wir makellose Ware für (zu) wenig Geld. Dabei sind es andere Werte, auf die es bei Lebensmitteln ankommen sollte. Obst oder Gemüse muss nicht perfekt aussehen, um lecker zu schmecken.







Hintergrund
Diese Webseite entstand im Rahmen des Projektes So fern, so nah - Globales Lernen im ländlichen Raum.